Arbeiten in der Schweiz

Hohe Leistungskraft der Wirtschaft.
Auch bei Erhebungen zur Wettbewerbsfähigkeit ist die Schweiz regelmässig zuvorderst in der Rangliste anzutreffen. Das hat viele Gründe. Ein wichtiger Faktor sind die liberalen Rahmenbedingungen, die Unternehmensgründungen begünstigen und die Tätigkeit bestehender Firmen fördern. Hinzu kommen ein liberales Arbeitsrecht sowie hoch qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte. Ein weiteres schlagkräftiges Argument ist die im internationalen Vergleich moderate Steuerbelastung.

 

EU/EFTA Bürger

Aufenthalt und Arbeit der EU/EFTA Bürger in der Schweiz
Mit Inkraftsetzung der Bilateralen Verträge zwischen der Schweiz, EU und EFTA am 1. Juni 2002, ist die Personenfreizügigkeit und der Immobilienerwerb für EU-Bürger in der Schweiz leichter. Eine weitere Hürde entfiel seit dem 1. Juni 2007 durch den Wegfall der Kontingentierung bei der Personenfreizügigkeit.

Erwerbstätige
Sowohl Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch Selbstständigerwerbende haben das Recht auf Einreise und eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz. Die Aufenthaltsbewilligung an Unselbständigerwerbende wird nach Vorlage eines Arbeitsvertrags oder einer Arbeitsbestätigung erteilt. Ist der Arbeitsvertrag für weniger als ein Jahr ausgestellt, gilt der Arbeitnehmer als Kurzaufenthalter. Dauert der Arbeitsvertrag ein Jahr und mehr, gilt der Arbeitnehmer als Daueraufenthalter (Aufenthaltsbewilligung B).

Die Selbständigerwerbenden erhalten für die Einrichtungszeit eine befristete Aufenthaltsbewilligung von 6 – 8 Monaten. Gelingt nach Ablauf dieser Einrichtungszeit der Nachweis einer selbständigen Erwerbstätigkeit, wird eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA mit einer Gültigkeitsdauer von 5 Jahren erteilt.

Nichterwerbstätige
Auch nicht erwerbstätige Personen wie Rentner und Studierende haben das Recht auf Einreise und Aufenthalt, sofern sie krankenversichert sind und über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, so dass sie nicht der Sozialhilfe der Schweiz zur Last fallen. Für den Erhalt der Aufenthaltsbewilligung muss zudem eine angemessene Wohnung nachgewiesen werden.

Die Niederlassungsbewilligung C wird in der Regel nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf (EU-15) oder zehn Jahren (EU-10) in der Schweiz erteilt.

Immobilien-Erwerb durch EU/EFTA-Bürger in der Schweiz.
Erleichterungen seit dem 1. Juni 2002 / 1. Juni 2007

In der Schweiz ist der Erwerb von Immobilien weitgehend ohne Einschränkungen und Bewilligungen möglich. Keinerlei Einschränkungen unterliegt der Immobilien-Erwerb schweizerisch beherrschter Gesellschaften.

EU/EFTA-Bürger haben, wenn Sie in der Schweiz wohnen, beim Erwerb von Immobilien dieselben Rechte wie die Schweizer (Inländerbehandlung). Die Wohnsitznahme erfolgt wie oben beschrieben „Aufenthalt und Arbeit für EU/EFTA-Bürger“. Der Erwerb einer Immobilie kann unmittelbar nach Erteilung der Aufenthaltsbewilligung und Anmeldung beim Einwohnermeldeamt (Wohnsitzname) der künftigen Wohngemeinde erfolgen.

Immobilien-Erwerb durch erwerbstätige Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen
Die Aufenthaltsbewilligung B (S. oben) und Wohnsitznahme berechtigen zum sofortigen Erwerb einer Immobilie.

Immobilien-Erwerb durch Selbständigerwerbende
Die Aufenthaltsbewilligung B (S. oben) und Wohnsitznahme berechtigt zum sofortigen Erwerb einer Immobilie.

Immobilien-Erwerb zu Betriebszwecken
Für den Erwerb von Grundstücken zu Betriebszwecken (inkl. Reserveflächen) ist keine Bewilligung erforderlich, auch wenn die Betriebsfläche nicht selbst genutzt, sondern an Dritte vermietet oder verpachtet wird. Das gilt auch, wenn ausländisch beherrschte Gesellschaften erwerben. Es empfiehlt sich aber die Rücksprache mit den kantonalen Amtsstellen. Somit ist auch der Erwerb sämtlicher gewerblich genutzter Immobilien zu Anlagezwecken problemlos möglich.


Immobilien-Erwerb durch Nichterwerbstätige (Rentner und Frührentner)
Für nicht erwerbstätige EU-Bürger (Rentner, Frührentner) besteht ebenfalls die Möglichkeit der Wohnsitznahme in der Schweiz und der damit verbundenen Möglichkeit sofort eine Immobilie zu erwerben (siehe oben Abschnitt „Nichterwerbstätige“)

Nebst den steuerlichen Vorteilen profitieren Sie von einer herrlichen Landschaft mit sanften Hügeln, Wäldern und dem traumhaften Vierwaldstättersee. Ruhe und Erholung sind ebenfalls inbegriffen.

Immobilien-Erwerb durch Grenzgänger
EU-Bürger als Grenzgänger (die in der Schweiz arbeiten) haben neu ebenfalls die Möglichkeit, eine Immobilie als Zweitwohnung oder zur Berufsausübung zu erwerben.
EU-Bürger, die weiterhin im EU-Raum arbeiten, aber in der Schweiz wohnen wollen, haben ebenfalls die Möglichkeit, Wohneigentum zur Selbstnutzung zu erwerben.

Erwerb von Zweitwohnungen und Mehrfamilienhäusern
Der Erwerb von Zweitwohnungen ist bewilligungspflichtig. Mehrfamilienhäuser zu Anlagezwecken können somit nicht erworben werden.

Immobilien-Erwerb durch Nicht-EU/EFTA Bürger
Für Ausländer mit Wohnsitz im Ausland sowie Ausländer mit Wohnsitz in der Schweiz, die nicht EU / EFTA-Bürger sind und keine gültige Niederlassungsbewilligung besitzen, gilt folgende Regelung:

Grundstücke bis zu 3.000 m² können als selbstgenutztes Wohneigentum (Hauptwohnsitz) bewilligungsfrei erworben werden, wenn der Erwerber ein Daueraufenthaltsrecht hat. Bei Grundstücken mit mehr als 3.000 m² Grundstücksfläche muss zum Erwerb die Nichtbewilligung durch die Volkswirtschaftsdirektion des zuständigen Kantons verfügt werden.

Wichtig: In der Schweiz sind nur Innenprovisionen üblich. Die Provision wird vollumfänglich vom Verkäufer bezahlt. Ausgenommen davon sind schriftlich vereinbarte Suchaufträge.